Geld verdienen mit Telefonsex

Freitag, 2. Oktober 2009

Wer immer noch überlegt, ob man mit Telefonsex Geld verdienen kann, dem sei ein Blick in unser Nachbarland Österreich empfohlen. Hier fand gerade ein Prozess statt, in welchen sich ein Mann aus Oberkärnten wegen Steuerhinterziehung vor Gericht verantworten musste. In der Anklage wurde dem Mann Steuerhinterziehung in Höhe von 778.000.00 Euro vorgeworfen. Jede Menge Geld, vor allem wenn man weiß, dass es sich bei dieser Summe nur um die Steuern handelt. Der Mann betreibt Sex-Hotlines in Österreich, die einen verdammt guten Umsatz generieren, wenn man sich die Höhe der anfallenden Steuern einmal näher betrachtet. Wer gut in Buchhaltung ist, der kann ungefähr erahnen, was der Kollege in Österreich mit seinen Telefonsex Nummern für Geld verdient. Der Richter hat dem Betreiber der Sex-Hotline vorgeworfen, Ausgaben fingiert zu haben. Tatsächliche Einnahmen wurden also nicht ordnungsgemäß versteuert. Bei der Verhandlung am Mittwoch ging es jedoch nicht mehr um die ursprüngliche Steuerschuld. In einem vorausgegangenen Verfahren wurde die Steuerschuld auf 375.700 Euro angesetzt, was ja immer noch sehr hoch ist. Gefordert wurde von der Staatsanwaltschaft die Verhängung einer Geldstrafe in Höhe von 200.000,00 Euro und die Zahlung der hinterzogenen Steuern. Schlussendlich wurde der Angeklagte Telefonsexnummern Betreiber schuldig gesprochen. Die verhängte Geldstrafe beträgt 175.000,00 Euro. Sollte diese nicht gezahlt werden, dann erfolgt ein Freiheitsentzug von 9 Monaten. Zusätzlich zur Geldstrafe wurde eine bedingte Freiheitsstrafe von 9 Montane verhängt.

Wer jetzt noch sagt, mit Telefonsex und 0900 Nummern ist kein Geld zu verdienen, der ist nun eines Besseren belehrt worden. Allerdings sollte jeder Sex-Hotline Betreiber seine Einnahmen ordnungsgemäß versteuern, sonst könnte ihm das gleiche Schicksal wiederfahren, wie dem Mann aus Oberkärnten.

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